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	<title>Deeskalation Archive - Dr. Barbara Müller . Achtsam auf neuen Wegen</title>
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	<description>Coaching . Prozessbegleitung . Moderation</description>
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	<title>Deeskalation Archive - Dr. Barbara Müller . Achtsam auf neuen Wegen</title>
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		<title>Auschwitz und die Würde des Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Barbara Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 07:26:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auschwitz und die Würde des Menschen Eine Gesellschaft, die in ihrer Geschichte zuhause ist, kann auch in der Zukunft bestehen. Von dem Satz bin ich mehr denn je überzeugt. Für Deutsche heißt das, bei Auschwitz anzukommen. Das heißt, hier zu verweilen, weil dieser Ort keine schnellen Antworten hat. Das auszuhalten und dableiben. Bei Auschwitz bleiben  [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dr-barbara-mueller.com/auschwitz-und-die-wuerde-des-menschen/">Auschwitz und die Würde des Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dr-barbara-mueller.com">Dr. Barbara Müller . Achtsam auf neuen Wegen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Auschwitz und die Würde des Menschen</h1>
<p>Eine Gesellschaft, die in ihrer Geschichte zuhause ist, kann auch in der Zukunft bestehen. Von dem Satz bin ich mehr denn je überzeugt. Für Deutsche heißt das, bei Auschwitz anzukommen. Das heißt, hier zu verweilen, weil dieser Ort keine schnellen Antworten hat. Das auszuhalten und dableiben. Bei Auschwitz bleiben und im Jetzt dieser Gesellschaft heute zu sein. Die unendliche Trauer zu spüren und nicht wegzugehen. Es gibt noch keine Antworten. Nur ein paar erste Ahnungen.</p>
<h4>Was sagt mir Auschwitz für meine Gesellschaft heute?</h4>
<p>Ich sehe  eine Gesellschaft, in der Mehrheiten achtsam mit den Minderheiten umgehen. So achtsam, dass bei allen Konkurrenzen und Gegensätzlichkeiten die Mit-Menschlichkeit nicht verloren geht. So, dass es nie wieder so weit kommen kann, dass Mitmenschen aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen und umgebracht werden. Wie man Menschen ausschließt und wohin uns das als Gesellschaft geführt hat, das wissen wir: Solche Wege führen zu solchen Orten wie Auschwitz. Wie werden wir zu einer Gesellschaft, in der das ausgeschlossen ist?</p>
<p>Dabei kann ein kleiner Satz helfen. Er steht ganz oben im Grundgesetz und geht so: &#8222;Die Würde des Menschen ist unantastbar.&#8220; Im Moment empfinde ich ihn als eine Art Vermächtnis der Generation meiner Eltern. Es gab keine Stunde Null. Die Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Zeit waren gemacht und nicht mehr rückgängig zu machen. Abgründe von Lasten tun sich auf: Mitschuld am Holocaust, getötet zu haben, nicht geholfen zu haben, sich selber geschützt zu haben&#8230; selber bedroht zu sein, misshandelt, im Schützengraben, im Bombenhagel im Keller gehockt, geflüchtet, vertrieben. Die Liste ist endlos von Erfahrungen, die die Überlebenden mit in die neuen Gesellschaften in Ost- und Westdeutschland nahmen. In der Veranstaltung &#8222;<a href="https://www.dr-barbara-mueller.com/veranstaltung/aufgewachsen-mit-der-generation-2-weltkrieg/">Weltkriegs-Schatten</a>&#8220; wenden wir uns den Lasten der Elterngeneration zu und wie sie in der Generation derer, die in den 50er und 60er Jahren geboren wurden, weiter wirken. Was soll da aufhören? Worunter soll da ein Schlussstrich gezogen werden?</p>
<h4>&#8222;Die Würde des Menschen ist unantastar.&#8220;</h4>
<p>Dieser Satz steht neben dem Beschweigen, Verleugnen, Verdrängen der Vergangenheit. Er ist eine Lehre aus Auschwitz und weist in die Zukunft. &#8222;Die Würde des Menschen ist unantastbar.&#8220; Was bedeutet es, wenn dieser Satz diese Gesellschaft zu durchdringen beginnt? Und Einzug hält &#8230; in die Amtsstuben&#8230; in die Redaktionen &#8230; in die Parteien &#8230;die Wirtschaft&#8230;  in die Interessenverbände und Lobbyisten&#8230; in jede Stadt, jedes Dorf&#8230;. jedes Haus.</p>
<p>Utopie! Wie naiv! Ich kann das Gelächter gut hören. Ja, klar.</p>
<p>Aber trotzdem, rein hypothetisch. Wenn man sich mal diese Vorstellung zu eigen macht. Nur die Vorstellung! Die Würde des Menschen ist unantastbar. Ein Leben in Würde für alle in diesem Lande. Wie gesagt, eine erste Ahnung.</p>
<h4>Auschwitz &#8211; ein sehr aktueller Auftrag für die deutsche Gesellschaft im Jahre 2019</h4>
<p>Was ist los in meinem Land? Das beschäftigt mich weiterhin. Möglicherweise ist Auschwitz da ein wichtiger Bezugspunkt, um zu verstehen, was jetzt geschieht. Aber auch, um den unterschwelligen Konfliktlagen präziser auf die Spur zu kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/PabloSabala-2006822/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1180042">Pablo Sabala</a> auf <a href="https://pixabay.com/de/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1180042">Pixabay</a></p>
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		<title>Composite Heritage &#8211; Das Fremde im Eigenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Barbara Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 12:42:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Composite Heritage - Das Fremde gehört zum Eigenen  Wie Composite Heritage in Indien entstand Im Jahr 2002 starben über Tausend Menschen, vorwiegend Moslems, im indischen Bundesstaat Gujarat als Opfer von Massakern. Über die Hintergründe und die Verwicklungen staatlicher Stellen gingen die Meinungen auseinander. Für Dr. Khurshid Anwar, Leiter einer Nicht-Regierungsorganisation in New Delhi, war diese  [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1><strong>Composite Heritage &#8211; Das Fremde gehört zum Eigenen </strong></h1>
<h4>Wie Composite Heritage in Indien entstand</h4>
<p>Im Jahr 2002 starben über Tausend Menschen, vorwiegend Moslems, im indischen Bundesstaat Gujarat als Opfer von Massakern. Über die Hintergründe und die Verwicklungen staatlicher Stellen gingen die Meinungen auseinander. Für Dr. Khurshid Anwar, Leiter einer Nicht-Regierungsorganisation in New Delhi, war diese Erfahrung jedoch der Ausgangspunkt für eine grundlegende Neuorientierung seiner bisherigen Arbeit für Entwicklung, Frieden und Menschenrechte in seinem Land. Er erkannte, dass Zivilgesellschaft in solchen Situationen immer zu spät kommt, nur reagieren kann, während die spaltenden Kräfte das Geschehen bestimmten. Wie kann Zivilgesellschaft aus der Schadensbegrenzung hinauskommen? Was kann getan werden, damit Konflikte nicht in Gewalt ausbrechen? Wie hält eine Gesellschaft zusammen, die so voller Konflikte steckt? Und was bringt Menschen  trotz all ihrer Gegensätze zu einander?</p>
<h4>Viele Gemeinsamkeiten in einer zersplitterten Gesellschaft</h4>
<p>Mit seinen Kolleg*innen im Institute for Social Democracy, einer friedens- und menschenrechtsorientierten NGO in Neu Delhi<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>, machte sich Khurshid Anwar auf die Suche nach den Gemeinsamkeiten in den Gesellschaften Südasiens und wurde überaus reichhaltig fündig. Sie fanden Tänze, Spiele, Sprachen, Lyrik, Plätze gemeinsamer religiöser Anbetung. Aber auch Wirtschaftsweisen, Essen und Trinken, Lebensgewohnheiten und materielle Güter gehörten als kulturelle Güter nicht nur einer sondern wurden von allen Gemeinschaften in einer Region geteilt.</p>
<h4>Eine neue Sicht auf die Gesellschaft: Die verbindende Schnittmenge</h4>
<p>Ein neuer Blick auf die Gesellschaft tat sich auf: Was sind die Orte, an denen sich Menschen trotz ihrer Unterschiede begegnen? Was teilen sie alle mit einander? Welche öffentlichen Räume sind für alle zugänglich? Gibt es so etwas wie ein gemeinsames Erbe, das alle mit einander teilen, trotz ihrer Unterschiedlichkeit? Was ist diese Schnittmenge, die verschiedenste Identitäten überbrücken und verbinden kann? Was bringt Menschen trotz ihrer Verschiedenartigkeit, ja Gegensätzlichkeit, zusammen?</p>
<p>Am Ende vieler Workshops, Gespräche und Explorationen stand das Konzept des &#8222;Composite Heritage for Peace, Harmony and Democracy&#8220;. Darin bildet sich ein Verständnis eines gemeinsamen, zusammengesetzten Erbes ab, das in einer Gesellschaft vorhanden ist und das in Richtung auf Frieden, Harmonie und Demokratie in einer Gesellschaft wirken kann. Im Detail führt dieses Konzept dazu, in einem gegebenen Kontext das kulturell Gemeinsame herauszuarbeiten. Denn dieses kann unterschiedliche Identitäten mit einander verknüpfen ohne dass diese ihre Einzigartigkeit und Verschiedenartigkeit aufgeben müssen.</p>
<h4>Immun machen gegen Aufwiegler</h4>
<p>Mit dem Konzept von „Composite Heritage“ setzen die Aktivisten in Indien seitdem dem sehr wirksamen Machtspiel, das „Identitäten“ gegeneinander ausspielt, etwas entgegen. Composite Heritage ist ein Ansatz, der genau diesen Punkt der Mobilisierung von Identitäten aufgreift. Damit halfen sie den Menschen zu verstehen, dass und wie Identität zustande kommt &#8211; quasi konstruiert wird. Damit konnten Betroffene in einem Konflikt durchschauen, wer denn da auf einmal Identitäten, die ihnen wichtig waren, gegen einander ausspielte. Einzelne und Gruppen lernten, Identität bewußt und positiv selber zu gestalten. So konnten sie das Zusammenleben mit unterschiedlichen Kulturen, Geschichten, Lebensformen und Lebensgewohnheiten, Religionen, Sprachen und Wirtschaftsweisen als Zukunftschance begreifen und leben. Und denjenigen eine Abfuhr erteilen, die ihnen weismachen wollten, dass nur ein bestimmtes Erbe ein gutes sei.</p>
<h4>Das Fremde im Eigenen, der ewige Wandel der eigenen Kultur</h4>
<p>Mit Composite Heritage konnten die Menschen überidies entdecken, dass das, was sie als das eigene kulturelle Erbe wahrgenommen hatten, sich lebendig aus dem Austausch und der Begegnung mit anderen Kulturen entwickelt. <strong>Diese Erkenntnis der gemeinsam geteilten Vielfalt nahm interessanter Weise dem &#8222;eigenen&#8220; Erbe nichts von seiner Identität stiftenden Kraft, im Gegenteil.</strong> Die Anerkennung dieser schlichten Erfahrung ermöglichte es vielmehr, das Anderssein von Anderen zu erkennen und als Beitrag in einer gelebten Beziehung zu würdigen. Dem war voraus gegangen, dass man das eigene vielfältige kulturelle Erbe erkannt und gewürdigt hatte.</p>
<p>Seit 15 Jahren ist das Institute for Social Democracy (ISD)  auf dem indischen Subkontinent mit Composite Heritage unterwegs. Es hat  viele Methoden und Formen entwickelt, um sehr unterschiedliche Adressaten für dieses Thema zu sensibilisieren. Am Ende erlebten sie sich nicht  länger als Getriebene. Sie hatten die Manipulation ihrer &#8222;nationalen&#8220;, &#8222;religiösen&#8220;, &#8222;gender&#8220; oder anderer Identitäten durchschaut.</p>
<h4>Composite Heritage in Konfliktkontexten</h4>
<p>Seit dem Beginn im Jahre 2005 habendas Institute for Social Democracy und befreundete Organisationen Composite Heritage in zahlreichen Kontexten in Südasien angewendet. Diese umfassten Situationen von massiven gewaltsamen Konflikten bis zu Konflikten ohne Gewaltanwendung. Es zeigte sich, dass es gelingen konnte, Menschen über Konfliktlinien hinweg wieder zusammenzubringen, und dass dabei Composite Heritage eine verbindende Rolle spielte.</p>
<p>Interessanterweise ist im US-amerikanischen und europäischen Raum im selben Zeitraum das Konzept der lokalen Friedenskapazitäten (Local Capacities for Peace, LCP) entstanden. Wie kompatibel beide Konzepte sind, fiel den Entwicklern bereits früh auf. Offenbar beschränkt sich die Wirkungsweise von Composite Heritage nicht nur auf einen bestimmten kulturellen Kontext.</p>
<p>Auch aus diesem Grund erscheint ein Transfer dieses Konzeptes aus dem spezifischen südasiatischen in den europäischen Kontext sinnvoll und möglich.</p>
<h4>Composite Heritage als Entdeckungsreise in die Bindungskraft der eigenen Kultur</h4>
<p>Ein Workshop in Composite Heritage ist eine Entdeckungsreise in eine ungewohnte Welt. Der Blick richtet sich auf die eigene Gesellschaft Was gibt es hier an kulturellen Gütern, die so selbstverständlich und gewohnt ist, dass sie in der Regel nicht wahrgenommen werden? Was ist der eigene Ort in dieser Gesellschaft? Das ermöglicht Distanz, aber auch das Erleben von Verbundenheit und ein genaueres Verstehen, wie tief eine kulturelle Prägung im einzelnen Menschen wirkt.</p>
<p>Die Schritte im Workshop bestehen daraus, zunächst ein Verständnis für das eigene gesellschaftliche Erbe zu entwickeln. Es ist nicht starr, sondern wandelt sich mal hier, mal da. Nimmt von anderen, gibt was vom Eigenen. Wenn dieser umfassende Prozess verstanden ist, richtet sich der Blick auf den Alltag. Denn im Alltag entfaltet das geteilte, gemeinsame und zusammengesetzte Erbe seine prägende Kraft.</p>
<h4>Die Gretchenfrage: Trennt oder verbindet Composite Heritage die Menschen?</h4>
<p>Im nächsten  Schritt wird die wichtige Unterscheidung in das positive und das negative gemeinsame Erbe eingeführt. Indien zum Beispiel ist nicht denkbar ohne das Kastensystem. Es ist ganz klar ein gemeinsam geteiltes Erbe, aber eines, das Menschen spaltet. Aber auch das geschieht nicht  &#8222;von selbst&#8220;, sondern ist das Ergebnis von Machteinflüssen. An dieser Stelle wird das Konzept von Composite Heritage hoch bristant. Denn es erlaubt, in einem gegebenen Kontext systematisch die Fragen nach Politik, Macht und Interesse zu stellen.</p>
<h4>Mit Composite Heritage Konflikte neu verstehen</h4>
<p>Am Anfang von Composite Heritage stand die Erfahrung von Gujarat! Das Konzept steht dafür, Konfliktsituationen so zu verstehen, dass am besten frühzeitige Interventionen möglich werden.  Wenn die gemeinsam geteilten Räume Zielscheiben für Angriffe werden, kann das ein wichtiges Frühwarnzeichen sein. Meistens ist dem schon eine Zeit voraus gegangen, in der Begegnungen geringer wurden. Wer da hellhörig geworden ist, hat gelernt, auf die Zeichen zu achten.</p>
<p>Aber auch, wenn Gewalt sichtbar geworden ist, kann Konfliktstoff wieder verringert werden, in dem das  gemeinsam geteilte Erbe bereichert, gestärkt und bewahrt werden kann.</p>
<h4>Mit Composite Heritage gesellschaftlichen Zusammenhalt in Europa und Deutschland stärken?</h4>
<p>Gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung kennen wir vielfältig auch in Deutschland. Die Abwertung ganzer Bevölkerungsgruppen und ungeklärte Identitätsfragen werden in Europa und Deutschland zunehmend virulent. Es gibt viele Ansätze, die Antworten bieten. Deswegen ist die Frage berechtigt, was ein neuer Ansatz mehr zu bieten hat als das, was schon da ist.</p>
<p>Besonders beeindruckend ist die Wirkung, die Composite Heritage auf Menschen macht, die von Konflikten direkt betroffen sind. Sie entwickeln eine Haltung, die Unterschiede anerkennt und immun dagegen macht, sich gegen andere Bevölkerungsgruppen ausspielen zu lassen. Composite Heritage hilft, die Mobilisierung von Gruppen gegeneinander zu erkennen. Es gibt Hinweise, was präventiv, aber auch deeskalierend und heilend getan werden kann.</p>
<h4>Eine mit-menschliche Weise, Identität zu verstehen</h4>
<p>Die Frage nach der Identität ist bei Composite Heritage zentral. Es bietet es einen humanistischen, zutiefst menschlichen Ausgangspunkt, um die Frage zu stellen: Wie wird Identität konstruiert? Können selbst nationale Identitäten tolerant, d.h. ohne Rückgriff auf ausgrenzende Rhetorik und Feindbilder gestaltet werden? Composite Heritage packt diese Fragen an: Wer bin ich? Zu wem gehöre ich? Was gehört zu mir? Es ermuntert, selbst bestimmte Antworten zu finden, die andere Menschen achten und die Freiheit der Wahl der eigenen Identitäten anerkennen. Die Kraft der Kultur systematisch zu nutzen, um gesellschaftliche Konflikte strategisch anzupacken, das ist denn auch das Besondere am Composite Heritage-Ansatz.</p>
<p>Die Leiterin des indischen Instituts ISD Institute for Social Democracy, Frau Shruti Chaturvedi, ist bereit, einen möglichen Konzepttransfer in einem explorativen Workshop zu erkunden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Literatur</em></p>
<p>Khurshid Anwar: Composite Heritage for Peace, Harmony and Democracy. Training Handbook for Trainers and Activists, New Delhi 2007.<br />
Shruti Chaturvedi: Composite Heritage. Concept Note, New Delhi 2016.<br />
Institute for Social Democracy, ISD Team: Our Journey for Peace, Harmony and Democracy, New Delhi 2016.</p>
<p>Die Autorin, Dr. Barbara Müller, Moderatorin, Coach und Friedens- und Konfliktforscherin, hat Composite Heritage als Co-Moderatorin von drei ASHA-Workshops (Advanced Social-Historical Analysis) miterlebt.</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.isd.net.in">https://www.isd.net.in</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.dr-barbara-mueller.com/composite-heritage/">Composite Heritage &#8211; Das Fremde im Eigenen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.dr-barbara-mueller.com">Dr. Barbara Müller . Achtsam auf neuen Wegen</a>.</p>
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